Fünf Fragen der Digitalisierung

Was brauche ich, um digital zu sein? Diese Frage wird von Unternehmen oft als erstes gestellt, wenn es um die Digitalisierung geht. Dabei sollte die Frage nach dem »Was« eigentlich die letzte sein. Bei der Digitalisierung oder Projekten im Allgemeinen ist es wie bei einer Reise – man beginnt am Startpunkt und kommt auf einer gewählten Route schließlich zum gewünschten Ziel.


Bevor Sie zu einer Reise aufbrechen, sollten Sie sich zunächst fragen: „Wo stehe ich bzw. mein Unternehmen jetzt.“ Das lässt sich in der Regel leicht beantworten, denn jeder Unternehmer weiß meist sehr genau, wie es um seine momentane Lage bestellt ist. Ist dies nicht der Fall, lässt sich der Ist-Zustand anhand verschiedener Faktoren relativ schnell ablesen. Die Frage nach dem »Wo« wird nur leider meist vernachlässigt, denn für viele ist es selbstverständlich. Dennoch muss vor der Reise klar sein, an welchem Punkt man sich befindet, nur so kann man wissen, was der nächste Schritt sein muss.

Wohin will ich?

Die Frage wohin will ich, muss genauso detailliert geklärt werden, wie die Frage nach dem wo stehe ich. Hier reicht es nicht aus, einfach nur zu sagen „Ich will digitaler werden.“ oder „Ich will das papierlose Büro.“ Es muss genau definiert werden, was darunter zu verstehen ist. Digitalisierung ist ein sehr großer Begriff – wenn Sie nicht definieren, was das Ziel ist, ist es so als würden Sie Ihrem Navigationssystem sagen: „Fahr mich nach Deutschland.“ Man kommt also nicht umhin, sein Ziel genau zu definieren, um wirklich dort anzukommen. Eine Zielsetzung könnte sein, dass man möchte, dass Mitarbeiter in der Lage sind, von überall aus zu arbeiten.

Genaue Zielbeschreibung

Je genauer man sein Ziel definiert, desto besser kann der Weg dorthin berechnet werden. Nennt man dem Navigationssystem nur eine Straße ohne Hausnummer, mag das bei kleinen Straßen noch zielführend sein, bei sehr großen kann es aber passieren, dass man in einem völlig anderen Stadtteil landet. Hat man die Fragen nach dem Ziel so genau wie möglich erläutert, kann man sich im nächsten Schritt mit dem »Wie« beschäftigen. Die Mathematik lehrte uns, dass der direkte Weg zwischen zwei Punkten eine Gerade ist. Dieser direkte Weg zum Ziel mag verlockend erscheinen, aber auf einer Geraden liegen oftmals unüberwindbare Hindernisse, die umfahren werden müssen. Wie man also zum Ziel kommt, ist oft nicht der direkteste Weg. Neben dem »Wie« stellt sich auch die Frage »Womit« bzw. mit wem komme ich ans Ziel. Wollen Sie sich alleine auf den Weg machen oder mit einem erfahrenen Partner, der die Strecke gut kennt und weiß, wie man Hindernissen begegnet. Oder wollen Sie vielleicht alles aus der Hand geben und jemanden anderen auf den Weg schicken? Bevor Sie losmarschieren, sollte das in jedem Fall geklärt sein.

Am Ende steht das Was

Wo stehe ich heute, wo will ich zukünftig hin, wie komme ich dahin bzw. auf welchem Weg komme ich dahin und womit bzw. mit wem gehe ich diesen Weg? – sind diese Komponenten deutlich, kann man sich die Frage nach dem was brauche ich dazu stellen? Im Zusammenhang mit der Digitalisierung ist das »Was« beispielsweise die Software oder Technologie nicht der Ausgangspunkt. Sie sind letztlich nichts anderes als Mittel zum Zweck, nämlich möglichst effizient ans Ziel zu kommen. Doch was macht Digitalisierung so schwierig

  • Die nicht klare Definition des Ausgangs und Zielpunktes
  • Als erste Frage „was brauche ich denn überhaupt“ zu stellen bzw. die falsche Reihenfolge der richtigen Fragen

Für ein erfolgreiches Projekt müssen daher folgende fünf Fragen der Reihe nach beantwortet werden:

  • Wo stehe ich jetzt bzw. heute?
  • Wohin will ich zukünftig?
  • Wie bzw. auf welchem Weg komme ich dahin?
  • Womit bzw. mit wem komme ich dahin?
  • Was genau brauche ich dazu?

Wer in den Urlaub fährt, fragt sich auch nicht erst, was packe ich ein? Sondern er fragt sich, wo will ich denn hin, Strand oder Berge, Sommer oder Winter, Flugzeug oder Auto? Erst danach kann man entscheiden, wie viel Gepäck man mitnehmen kann und ob es die Badehose oder doch besser die Winterjacke ist. Warum sollte man denn in Projekten anders vorgehen?

Wenn Sie dazu mehr Fragen haben, dann schreiben Sie mir gerne an [email protected] oder rufen Sie mich an. Bei einem Telefonat können wir darüber sprechen und dann finden wir auch für Sie eine zukunftsfähige Lösung, wie Sie Ihr Unternehmen weiter nach vorne bringen können.

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