Systeme transferieren kein Wissen

André Daus, Partner und Consultant für Zukunftssicherheit, weiß, dass sich echtes Wissen nicht über Systeme transferieren lässt


 „Wissen ist die Kombination aus Information und Erfahrung“, erklärt André Daus. Diese Verknüpfung lasse sich allerdings nicht einfach über ein System transferieren. „Das Einzige, das weitergegeben wird, ist eine Information, die jemand anderes nutzen kann“, ergänzt Daus. 

Zwar können auch Erfahrungen aufgeschrieben und weitergegeben werden, dennoch ersetzen diese nicht die eigenen Erfahrungen, die gemacht werden. Es funktioniere nicht, Wissen einfach in einen Computer einzugeben und abzurufen, ohne persönliche Erfahrungen gemacht zu haben. André Daus hat hierzu ein passendes Beispiel: „Wenn Sie eine Software in der Cloud haben, dann kennen Sie mit Sicherheit die sogenannten Supportseiten mit den KB (Knowledge Base) - Informationen. Also eine Wissensbasis, worauf sich der gesamte Support stützt. Jedes Mal, wenn neue Informationen hinzukommen, werden diese dort eingepflegt. Doch nur durch das Lesen wissen Sie noch lange nicht, wie etwas funktioniert.“

Ein vollständiger Verzicht auf Erfahrungen könne auch nicht funktionieren, wenn eine große Menge an Informationen zur Verfügung steht. Echtes Wissen entstehe nur dann, wenn man eigene Erfahrungen gemacht und diese umgesetzt hat. Nur durch den Transfer von Informationen über Wissensmanagementsysteme lasse sich kein Wissen aufbauen. „Für Unternehmen heißt das: Stellen Sie Ihren Mitarbeitern die nötigen Informationen zur Verfügung und räumen Sie genug Zeit ein, um diese zu konsumieren und daraus Wissen zu generieren. Im Idealfall stellen Sie jemanden zur Seite, der seine Erfahrungen vermittelt“, führt Daus an.

Abschließend rät der Experte: „Etwas selbst zu erfahren, ist immer der effektivere Weg als nur Informationen aus einem Wissensmanagementsystem zu konsumieren.“

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