5. September 2021
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Management

Laute Menschen, leise Menschen

Wir alle kennen sie, diejenigen, die in Sitzungen als erste mehrere Ideen vorstellen.

Viele andere sind davon ein wenig abgeschreckt und trauen sich nicht, ihre Ideen vorzustellen. Stattdessen reden sie später in der Kaffeeküche darüber, dass es viel bessere Ideen gab, und am Ende sind es immer dieselben Kollegen, die mit ihren Ideen aufwarten.

Laute Menschen bringen ihre Ideen spontan aus dem Kopf in die Sitzung ein, ohne vorher viel nachzudenken.

Wir alle kennen sie, diejenigen, die sich nicht trauen, ihre Ideen in Meetings vorzubringen.

Meistens geschieht dies, weil andere bereits mit einer tollen Idee herausgeplatzt sind. Manchmal liegt es aber auch daran, dass diese Menschen unsicher sind, ob ihr Konzept perfekt ist. So wird es oft als unzureichend, minderwertig oder noch nicht ausgereift angesehen und deshalb gar nicht erst vorgestellt.

Stille Menschen sind diejenigen, die ihre Meinung in der Gruppe nur widerwillig oder gar nicht äußern, obwohl ihre Ideen meist nicht hinter anderen zurückstehen müssen.

Der Grund dafür ist einfach: Mangel an psychologischer Sicherheit.

Sie können die oben genannten Situationen mit zwei einfachen Regeln bewältigen. Erstens: Keiner redet zweimal, bevor nicht jeder einmal etwas gesagt hat. So kann jeder gehört werden und alle Alternativen der lauten Ideen werden in den Hintergrund gedrängt. Zweitens: Erst denken, dann aufschreiben, dann mit der Gruppe teilen. Jemand, der nachdenkt und aufschreibt, denkt viel mehr über seine Ideen nach als jemand, der mit ihnen herausplatzt, und das Bild wird solider, weil es durchdachter ist.

Dies sind zwei einfache Regeln, die ohne Ausbildung direkt in die Praxis umgesetzt werden können!

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